Halbfinale, halb Mensch – ein Konzertbericht.

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Freitag:

Ein Gestank geht um in Europa, der Gestank unserer Hemden. Gott was haben wir geschwitzt letzten Freitag. Vor Angst, vor Freude und ein bisschen auch vor Hitze. Ganze 14 Stunden sollten wir im Stadtpalast an diesem Tag verbringen. Die ersten acht bestanden dabei je nach Bandmitglied aus trinken, rauchen, sich langweilen, essen und sich in die Hose machen. Wem diese Eigenschaften jeweils zukommen sei eurer Kombinationsgabe überlassen. Das erste Mal steigt das Adrenalin, als wir zum Fototermin nach draußen in den Orkan beordert werden (Spitzenidee übrigens, ich hoffe das Foto wird für immer in den Archiven versacken) und eine Riesenschlange vor dem Einlass sehen. 400 Menschen sollten es werden. Nachdem wir uns das Set letzte Woche regelrecht ins Stammhirn gespielt hatten, läuft das Konzert diesen Abend rund wie… ja wie … wie ein Kreis zum Beispiel. Mir fällt jetzt gerade nichts Besseres ein. Es folgt abermals das gespannte Warten. Um 00.15 Uhr wird dann der Umschlag geöffnet und siehe da, es ward Katzenposter. Uns entgleisen vor Freude die Gesichtszüge und Gliedmaßen, wie alle nun entstehenden Fotos für alle Ewigkeit beweisen werden. Eine Stunde später. Eine aufgeregte Organisatorin kommt auf mich zu:

Habt ihr den Pokal gesehen?

Ich glaub der is‘ hinten irgendwo.

Gott sei Dank. Denn suchen wir schon fieberhaft. Der ist nur für’s Finale.

Ach…

Nachdem ich eine Weile in Jackenstapeln gewühlt habe, kann ich der frohen Besitzerin ihr Hab und Gut unversehrt wiedergeben. Naja, wenigstens haben wir ja noch eine Urkunde.

Im Oktober geht es dann für uns in einem der zwei Halbfinale weiter, nachdem wir im Sommer noch auf einem größeren Festival spielen dürfen. Weitere News dazu gibt’s dann Ende Mai, wenn alle 14 Vorrunden gespielt wurden.

Samstag:

Mülli und ich treffen uns zum Ausladen. Der Rest macht einen auf Pannewitz und meldet sich krank ab. Was das heißt ist ja klar. Zwei Monatsgehälter Strafe und ein Spiel Sperre. Freut euch also demnächst auf Mülli & Holtzer und ihre singenden Gitarren.

Montag:

Auch die letzten fehlenden Equipment-Teile sind wieder rantelefoniert. Nur die Urkunde bleibt verschwunden. Vielleicht wurde sie ja im Laufe des Abends noch als Zahlungsmittel verwendet. Naja, wenigstens haben wir ja noch einen Pokal…

euer erschöpfter,

Poster

Hier noch ein paar Impressionen, festgehalten von Stephan Buske

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Band aus Rostock

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