We were promised Beta Poster. Zwei Konzertberichte.

Veröffentlicht am

21.01.2012

„And now, all the way from Rostock, Minitimer … what’s that name again … Käsenposter!“ sagt der Mann, den wir nur schlicht den Morpheus-Schaffner nennen. Er ist schwarz, trägt einen schwarzen Ledermantel und eine schwarze, lederne Schaffnermütze. Wir sollten den ganzen Abend lang aber vergeblich darauf warten, dass er uns vor die Wahl der blauen oder roten Pille stellt. Wir sind wieder im ACUD Sessions Café in Berlin, um zusammen mit Beta Test das Erscheinen ihres neuen Albums Weil Inseln nicht verweilen zu feiern. Und sehr viele Leute sind gekommen. Die traurige Geschichte des Abends: für Passow, den langjährigen Bassisten der Beta Tester, ist es heute das letzte Konzert. Doch daran wird nicht gedacht.  Und so erleben die Zuschauer und wir zwei wunderbare Konzerte. Als dann für den Chor am Ende (–> auch „Cora Mende“ geschrieben) des letzten Songs von Beta Test nochmal alle Katzenposter und Freunde der Band die Bühne stürmen, laufen dann doch noch ein paar Tränchen. Aber Minitimer Test währen nicht Beta Poster, wenn sie wegen Sentimentalitäten nicht trotzdem ordentlich feiern könnten. Und so verwandeln die DJs Mülli und Andi den Berliner Club an diesem Abend in die schönste Indie-Mainstream-Hölle der ganzen Stadt. Das Ende müsst ihr euch von den anderen erzählen lassen. Ich habe die letzten anderthalb Stunden, muggelig in meinen Parka gehüllt, mit einem Nickerchen im Auto verbracht, um später durchgefroren (und nicht intoxikiert) die schönste Karikatur eines Berliner Heroinjunkies abzugeben.

 

29.01.2012

Kälte. Unendliche Schneewüsten. Menschen sitzen zu Hause auf ihren Möbeln, die sie aus Hamsterkäufen gezimmert haben. Die alten Möbel sind schon vor Tagen verbrannt worden, um der bitteren Kälte trotzen zu können. Ein leises Brummen durchbricht die kristallklare Luft. Tatsächlich: Ein Konvoi von drei Fahrzeugen hat es tatsächlich geschafft bis hier her durchzudringen. Zugegeben, ganz so dramatisch ist es nicht, aber saukalt schon. Und schließlich hat sich das eine Auto sogar von Schottland bis Rostock durchschlagen müssen. Insassen: We were promised jetpacks. Im letzten Sommer haben sie uns noch auf dem Immergut Festival begeistert, nun dürfen wir sie im Zwischenbau supporten. Und gehemmt, wie wir tatsächlich auch mal sein können, kommt es nach den Soundchecks zu keinem großen Gesprächen. Als wir mit unserem Check durch sind, treffen wir die Jetpacks backstage vor ihren Notebooks, Fußballmanager spielend. Das Mülli und ich das auch spielen, scheint uns beiden kein guter Gesprächseinstieg zu sein. Und dann sind sie auch schon weg, um ihre Sachen ins Hotel zu bringen. Naja. Wir versuchen es später nochmal. Das Gute am supporten von großen Bands Nr.1) Es gibt immer genügend Essen und Getränke. Und so laben wir uns, nach ein paar Fotos und Interviews, am reich gedeckten Tisch und gehen schön vollgefressen auf die Bühne, vor der sich 250 bis 300 Gäste eingefunden haben. Das Gute am supporten großer Bands Nr.2) Der Sound ist biblisch. Wieder einmal vergehen zwei schöne Konzerte.  Um das Eis (das sinnbildliche, nicht das tatsächliche draußen) zu brechen gab Shiva den Menschen ein geheimnisvolles, grünes Elexier. Den Pfeffi. Und so freunden wir uns doch noch mit den sympathischen Glasgowern an.

Wir: „Be aware that it tastes like toothpaste.“

Adam: „I like toothpaste!

Wir: „Well alright then, go ahead. Prost!“

Adam (mit gekräuselter Stirn und hochgezogenen Mundwinkeln): „It really tastes like toothpaste.“

Wir: „We told you.“

Adam: „Nice.“

Live nehmen wir uns nun erstmal eine Auszeit, um im Februar und März endlich wieder an neuen Songs arbeiten zu können. Wir halten euch auf dem Laufenden drauf.

euer Poster

 

Beta Test Andi hat den ganzen Abend fotografiert und gefilmt und daraus diesen herzerweichenden Film gezaubert. Vielen Dank dafür.

Eine Galerie mit Fotos von Johannes Carstens findet ihr hier:

http://johannescarstens.de/festivals-konzerte/we-were-promised-jetpacks-konzert-1-2012-rostock/

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Band aus Rostock

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