Das Local Heroes Bundesfinale – Von Musik und Warterei, Karnickeln und Baumkuchen.

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Wir wollen nach Sachsen-Anhalt, ins Land der Frühaufsteher. Deswegen treffen wir uns schon um acht Uhr morgens zur Abfahrt nach Salzwedel, um später am Abend das Land, dass gut tut beim Local Heroes Bundesfinale zu vertreten. Gegen Mittag vor Ort angekommen, staunen wir über die riesige Halle, die mitten in die Pampa gesetzt wurde und über die Soundanlage, die einen glauben macht, sich auf einem Foo Fighters Konzert zu befinden. Okay, zumindest auf einem von Howard Carpendale. Es führt sie Herr Arne Koevel.

Nachdem uns die Startnummer 5 von 14 zugelost wird, gönnen wir uns einen Spaziergang zum nächsten Supermarkt. Doch schon nach ein paar Metern müssen wir stoppen, denn das Haileid von Salzwedel steht direkt vor uns. Ein Slackerball-Automat! Ihr erinnert euch an diese sportliche Disziplin mit zwei elastischen Klebehänden, die wir in Hamburg erfanden und bis 2046 olympisch machen wollen? Nur sind die Slackerballs hier in Form von Hasen. Von tauchenden Hasen – natürlich! Und wie könnte man dieses Produkt möglichst catchy nennen? Richtig: Sticky Tauchhase. Ihr seht Runde 38 zwischen dem Franzosen Frank Reich (gesprochen: „Frooonk„, wie Ribery) und dem Mazedonier Matze Donier. Wahren Slackerballenthusiasten muss ich natürlich nicht erklären, an wen diese Runde geht.

20:00 Uhr. Stagetime. Wir versuchen mit dem halligen Stadionsound zurechtzukommen und uns auf der Bühne nicht aus den Augen zu verlieren, versuchen den Auftritt zu genießen. Ob uns das gelingt, können wir gar nicht so genau sagen, da diese 20 Minuten Spielzeit so verschwindend kurz sind bei den 15 Stunden, die wir an diesem Tag in der Halle verbringen sollten. Wir warten noch auf den Videobeweis. Was wir auf jeden Fall genießen, ist die erste Reihe, die komplett mit MTKP-Transparenten versorgt ist. Vielen Dank für die Unterstützung trotz der langen Anfahrt!

 

© Local Heroes

Es folgen laute, jazzige, junge, großartige, uns Übelkeit bereitende, großkotzige und sympathische Bands bis es endlich 03:00 Uhr ist. Wir warten schon ein bis zwei Ewigkeiten auf die Entscheidung der Jury. Der gesundheitlich angeschlagene Florian, wird inzwischen aus dem Traumland und aus dem Auto geholt, um der Siegerehrung beizuwohnen. Leider geht keiner der Preise an uns, doch wir sollen uns im oberen Drittel der Tabelle befunden haben. Wir wären ehrlich gesagt auch überrascht gewesen, aber man weiß ja nie. Letztendlich haben mit The Muzzy Mystery (Sachsen) und Denmantau (Hamburg) zwei Bands Platz eins und zwei belegt, die ihre Instrumente und die Bühne beherrschen, teils interessante Songs und vor allem eine geghörige Portion Jugend im Gepäck haben. Mit Letzterem können wir leider nicht aufwarten. Das soll nicht heißen, dass die Preise nicht verdient waren. Viel Erfolg den beiden.

Was krönt so eine besondere Nacht? Eine 26 km lange Fahrt zum Nachtquartier in dichtestem Nebel. Vor Ort bleiben Arne und ich noch bis um halb sieben wach und erfreuen uns nach so viel Musik und Lärm und Leuten der absoluten Stille einer Nacht auf dem Lande.

13:00 Uhr. Nachdem wir gefrühstückt und die Ferienlager-Karnickel gepiesackt haben, steht die Zimmerabnahmne an. Und während wir, uns des Gestanks von Schweiß, Socken, Alkohol und Rauch bewusst, leise zum Auto schleichen verhallt ein angeekeltes „Uuuuhhhhhh“ des Zimmermädchens in der endlosen Stille eines Sonntag Mittags auf dem Lande.

euer Poster

PS: Wir haben übrigens doch was gewonnen! Einen Original Salzwedeler Baumkuchen. Ist das nichts? Das isst doch wer!

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Band aus Rostock

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