Der „Auch das ist Rock’n’Roll“ -Tour-Tourbricht. Teil 2.

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Entschuldigt. Ich habe verschlafen. Es geht weiter.

Nr.1) Klops-Frühstück at Tiffany’s

Dienstag/27.09./Hannover: Dem Morgen graut vor uns. Erstmal ab zu Lidl-Buletten, Brot und Ketschup holen. Hoffentlich riecht der Stadtteil nicht immer noch nach erbrochener Erbsensuppe wie am Tag zuvor. Er tut es nicht. Gott sei Dank. Nach einem schönen Herrenfrühstück (Video Nr.1) verabschieden wir uns vom Team der Soulkitchen in Hamburg. „Und? habt ihr über Nacht die Ratten gehört?“, fragt uns eine. „Nee? Naja, jedenfalls gut, dass ihr die Pizzareste auf den Tisch gestellt habt.“ Gut zu wissen. André erscheint abermals nicht zur vereinbarten Zeit. Das riecht nach Rausschmiss. Egal. Weiter geht’s Richtung Hannover. Und während der kleine Florian nach ein paar Kilometern im Auto einschläft (Video Nr.2), vertreiben sich Arne und ich die Zeit mit Schlagerkaraoke (Video Nr.3).

Nr.2) Florice im Flunderland

Nr.3) Dsche Therme Mann Armuhr

In Hannover quatieren wir uns erstmal in der eigens angemieteten „Künstlerwohnung“ ein und spülen den Geruch des Vorabends von uns. Als wir dann im Club eintreffen, hören wir von Lea (der Chefin des Abends) die magischen Worte, die jede hungrige Band gerne hört: „Mögt ihr Kohl?“  *…Stille…*  Nur Arnes Augen beginnen zu leuchten, aber nachdem ersten Probieren stellt sich bei allen Zufriedenheit ein. Für den wilden Ritt durch die Nacht sind also schonmal starke Flatulenzen angesagt. Das Publikum stellt sich als schwierig heraus. Entweder ist es zu intellektuell, oder wir zu dumm. Oder beides. Denn während unsere Songs gut ankommen, zünden lediglich -0,3% unserer kleinen Witzchen dazwischen. Auf Tour wird alles schlimmer. Gerüche, Gesundheit, Frisuren und vor allem der Humor. Wahrscheinlich sind wir schon dermaßen im Tourwahn, dass das Publikum uns nicht mehr folgen kann. Beim Chéz Heinz wird Bandbetreuung noch mit B geschrieben und so werden wir nach dem Konzert von Lea zum Feiern abgeholt. Fünf Uhr morgens. Die Band liegt seit einer Viertelstunde im Bett. Empört schaut Arne von oben aus seinem Doppelstockbett und beteuert ungefragt „Nein! Ich bin gar nicht aus dem Bett gefallen!“ Und gute Nacht.

Nr.4) Cora Mende live in Hannover

Mittwoch/28.09./Berlin: Wir sind schon auf der Autobahn, als Arne einfällt, dass er sein Portemonnaie in Hannover vergessen hat. Also auf nach Hannover. Wahrscheinlich wollte er sich nur nochmal vom clubeignen, hechelnden Vierbeiner-Wischmop namens Kalli verabschieden. Arne ist wie ein umgedrehter Hundeflüsterer. Er kann Hunde verstehen, aber Hunde ihn leider nicht. Ortswechsel. Im Sowieso in Berlin wirkt alles etwas altbacken, ein bisschen wie eine Kulisse. Der niederländische Besitzer verweist uns auf eine kleine Kabarettbühne. Da die Bühnenvorderkante mit dem Raum abschließt, stehen Arne und ich wie in einem Terrarium. Eigentlich wollten wir ja noch üben. Das hätte aber nicht zu unserem Motto „Ohne proben ganz nach oben“ gepasst. Habt ihr die Strophe von Nicht für immer bleiben im Kopf, die nur von Bass und Schlagzeug begleitet wird? Wir jedenfalls nicht, sodass wir in der unplugged Version mal gepflegt zusammen aufhören zu spielen. Zum Glück ist der Akku unserer Kamera leer und zum Glück bleibt es einer von wenigen Verzockern. Die Nacht wird mit ein paar Dönern ruhig zum Ausklingen gebracht. Dass das nur die Ruhe vor dem Sturm in der darauf folgenden Nacht sein sollte, ahnt zu diesem Zeitpunkt keiner. Denn am nächten Tag…

euer Poster

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Band aus Rostock

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