Rostock und Hamburg – zweimal groß bitte.

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Werte Freunde!

Was für ein Wochenende! Gut es liegt schon lange hinter uns, aber wahrscheinlich haben wir eben so lange gebraucht, um das auch alles zu verarbeiten. Am letzten Donnerstag gings für uns zum ersten Mal in diesem Jahr wieder auf die Bretter, die die Welt bedeuten, auf die Bühne des Bunkers in Rostock. Eigentlich hatten wir uns akustisch angemeldet, aber nach reiflicher Überlegung am Auftrittstag und nach viel zu wenigen Proben, entschieden wir uns spontan dazu, es doch in gewohnter Manier krachen zu lassen, und zwar laut. Das klappte nach viel zu langer Aufbau- und Wartephase, die wir mit guten Freunden von weit her (der Herr Elopilot Franz aus Gießen und der Herr Beta Test Andi aus Berlin waren zu uns gestoßen… Yeah!) und mit gut mundender Flüssignahrung gut zu nutzen wussten, auch schon ganz gut. Der Bunker war gut gefüllt, die Stimmung war nett und wir waren sehr froh nach schier endloser Abstinenz wieder auf der Bühne stehen zu dürfen. Mit dabei viele alte Songs und einige Neue und sogar eine Songpremiere, die ich mit schlotternden Knien akustisch und allein auf der Bühne zum Besten geben durfte. Danke für die Zweisamkeit! Die Feierei nach dem Konzert war so, wie es sich für eine Band in unserem Musikspektrum gehört, sehr ausgelassen und wir waren sehr verwundert, als wir uns am Ende des Abends im LT wiederfanden. Wie waren wir dort hin gekommen?

Am nächsten Tag hatten wir uns eigentlich eine Pause verdient, aber wir konnten nicht umhin, uns weiterhin darüber zu freuen, Besuch von unseren Kumpis bekommen zu haben und so schlenderten wir mit einem Flutschfinger und einem Öttinger Radler (bei uns nur liebevoll „Öttingé“ genannt) bewaffnet gegen 14 Uhr am Stadthafen erneut zum Bunker, um uns im Proberaum einzuschließen und der musikalischen Improvisation freien Lauf zu lassen. Das war dann eine Mischung aus den psychedelischen Pink Floyd und der frühen wilden Phase von Tocotronic, sehr spaßig!

Samstag dann der große Tag. Unser zweites Debüt innerhalb von drei Tagen, wir spielen in Hamburch, der Stadt, der wir uns durch unsere Musik und durch ihren Hafen, sehr verbunden fühlen, Hamburch eben, das größere Rostock. Nach einigem Hin und Her beim Einladen („Müssen wir eigentlich unser Schlagzeug mitnehmen?“ „keine Ahnung“ „und den Bassamp?!“ „Weiß ich auch nicht.“) ging es dann doch recht pünktlich in zwei Autos auf die Reise, die romantischer nicht hätte sein können. Sonnenuntergang und ClickClickDecker im einen Auto, Sonnenuntergang und lauthals gebrüllte Beatlessongs und ein völlig zerstörter Thomas im anderen… Lustig, oder? Sehr sogar. Als wir ankamen spielte Dortmund gerade gegen Bayern und zwar auf der Bühne, auf der wir aufbauen wollten, aber gut, ein Astra oder zwei und das Spiel ist vorbei. Dann ging es sehr schnell, die Technik stand, der Sound war fertig und der Schuppen unglaublich voll. Das Freundlich und Kompetent hält, was es verspricht –  gute Stimmung! Es war nahezu unmöglich von der Bühne zum Tresen oder zur Toilette zu gelangen, ohne irgendwem mittelschwere Verletzungen durch Anrempeln zuzufügen, aber genau so soll es ja sein, oder? Besonders schön war, dass in den ersten drei bis vier Reihen fast nur bekannte Gesichter zu finden waren. Da waren Gäste aus Flensburg, eingebürgerte Rostocker und Güstrower, sowie ein ganzer Fanclub aus Lüneburg. Was haben wir gelacht! Voran, voran! Nach dem Konzert gaben wir uns dann pflichbewusst der guten Stimmung hin, tanzten zu Michael Jackson, tranken Sambuca und freuten uns des Lebens, während Hannes versuchte uns mit einem Edding Lebensweisheiten auf Arme und Gesicht zu malen. Was war da denn los?! Die Jungspunde der Band (Hannes, Mülli und André) wollten es dann nochmal richtig wissen und steuerten vom Freundlich und Kompetent zielsicher das Übel und Gefährlich an, und das nahmen sie wohl auch noch wörtlich. Das was dort geschah fällt dann eindeutig unter den Begriff: Legende, bewiesen werden kann heute nichts mehr. Fest steht, das Mülli das penetrante LSD- und Speedangebot eines 50 jährigen Opas in den öffentlichen Verkehrsmitteln erfolgreich ausschlagen konnte. Herzlichen Glückwunsch!

Am Sonntag danach war noch immer nicht Schluss mit Bandvergnügen. Der Stephan hat sich gedacht, was macht man nach zwei intensiven Konzertabenden? Genau. Man zieht um. Und das taten wir dann auch. Und ich kann sagen, es gibt nichts besseres, als unausgeschlafen und verkatert Schränke, Betten, Sofas und Tische zu tragen. Wirklich nicht.

Zum Schlus natürlich ein herzliches Dankeschön an alle, die da waren oder kommen wollten! Wir hatten zwei schöne Konzerte und freuen uns demnächst wieder öfter auf der Bühne zu stehen!

Danke fürs Zuhören. Hurra und Prost!

Der Hartmut.

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Band aus Rostock

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